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Stress/Burnout

Viele Menschen leiden heutzutage unter Stress. Der oft enorme Druck und die chronische Belastung im Beruf, die Herausforderungen alleinerziehender Mütter und Väter und nicht zuletzt der allgemein steigende Medienkonsum fordern ihren Tribut.

Burnout ist eine von vielen Stresserkrankungen. Das Burn-out-Syndrom ist keine Krankheit, sondern ein emotionaler, geistiger und körperlicher Erschöpfungszustand nach einem vorangegangenen Prozess hoher Arbeitsbelastung, Stress und/oder Selbstüberforderung. Stress ist eine der häufigsten Ursachen für psychische und somatische Erkrankungen. In speziellen Trainings lässt sich mit Hilfe von Zeit- und Energiemanagement Stress reduzieren.

Laut einer Studie empfinden acht von zehn Deutschen ihr Leben als stressbelastet, jeder Dritte leidet sogar unter Dauerstress. Deutschlandweit sind derzeit etwa neun Millionen Menschen vom Burn-out-Syndrom betroffen. Tendenz: steigend, laut Weltgesundheitsbehörde WHO verursacht ein Burn-out im Schnitt 30,4 Krankheitstage pro Jahr. Frauen sind stärker betroffen als Männer. Als Hauptursachen werden von den Betroffenen die Arbeit, hohe Ansprüche, Termindichte in der Freizeit, Straßenverkehr oder ständige digitale Erreichbarkeit genannt. 

Präventionsmaßnahmen

Prävention spielt eine große Rolle, denn Burnout ist ein ernst zu nehmender Risikofaktor, der zu Entfremdungsgefühlen und Leistungsminderung bis hin zu Depression, Sucht oder Angststörungen führen kann.

  • Änderung der eigenen Einstellungs-Muster/optimistische Lebenseinstellung
  • soziales Netzwerk pflegen, Gespräche und Austausch mit anderen
  • Entspannungsmethoden, wie Yoga, Meditation, autogenes Trainung  
  • regelmäßige Bewegung, wie Laufen, Fahrrad fahren oder Schwimmen
  • Ruheinseln im Alltag und ein Ausgleich zur Arbeit schaffen, etwa durch Sport oder durch ein anderes Hobby
  • täglich etwas tun, was Freude bereitet: Eine Folge der Lieblingsserie gucken, Kochen oder Lesen
  • Arbeit abgeben und um Hilfe bitten, um das persönliche Arbeitspensum zu reduzieren

Außerdem ist es wichtig, sich eigenen Risikofaktoren und stressende Situationen bewusst zu machen. Nur wer die Gefahr erkennt, kann auch entsprechend gegensteuern.Stress-Bewältigung ist ein lebenslanger Prozess, weil Stress in normalem Ausmaß zum Alltag gehört und nicht zuletzt auch oft im eigenen Kopf entsteht.

Hauptkennzeichen

  •  Erschöpfung
  •  Gefühl der Entfremdung von den täglichen Aufgaben
  •  verringerte Leistungsfähigkeit

Behandlung

Die Behandlungsformen richten sich nach der eigenen Lebenssituation, den Stress auslösenden Quellen und der individuellen Persönlichkeit.

Bei der Behandlung eines Burn-outs muss zunächst ausgeschlossen werden, dass den Beschwerden eine andere Erkrankung wie eine Depression zugrunde liegt.

Angehörige

Auch Angehörige können mit dem richtigen Umgang dazu beitragen, dass es den Betroffenen wieder besser geht, indem sie offen sind und keinen zusätzlichen Druck ausüben. 

Stiller Burnout

Ein stiller Burnout ist die Vorstufe der totalen Erschöpfung und trifft vor allem Menschen, die in Beruf, Familie und in der Freizeit ein hohes Maß an Engagement zeigen.

Symptome 

  • Ungeduld und Gereiztheit
  • erhöhte Geräuschempfindlichkeit
  • nicht nein sagen können
  • Innere Unruhe und Unkonzentriertheit
  • negative Gedankenspiralen
  • Schlafstörungen
  • psychosomatische Beschwerden
  • sozialer Rückzug

Download - Pressemeldung zum Thema Burnout