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Aktuelle Nachrichten aus den kbo-Lech-Mangfall-Kliniken!

Interview mit Anke Friedl (31), seit 01. Juli 2022 neue Recruiterin der kbo-Lech-Mangfall Kliniken gGmbH

August 2022


Frau Friedl, Sie sind seit Juli in der kbo-Lech-Mangfall Kliniken gGmbH für die Gewinnung neuer, qualifizierter Mitarbeitender zuständig. Mögen Sie von Ihren ersten Erfahrungen berichten?
Es gibt viel Potential und der Blick der Geschäftsführung ist nach vorn gerichtet, mein erster Eindruck: es passt. Innovative Ideen und Gedanken sind unbedingt nötig, um dem Fachkräftemangel, der leider natürlich auch unsere Kliniken betrifft, entgegenzuwirken.
Sie kommen aus dem Betrieblichen Gesundheitsmanagement, kennen sich also bestens aus in den Anliegen und Erfordernissen von Mitarbeitenden und wie diese am besten ans Unternehmen gebunden werden können.
Das ist ein ganz wesentlicher Punkt, denn wenn man nicht dafür Sorge trägt, dass sich die eigenen Leute wohlfühlen, dann verliert man wertvolle Arbeitskräfte und kommt mit dem Recruiting neuer gar nicht hinterher.
Es geht also nicht nur darum, neue Mitarbeitende zu gewinnen, sondern auch darum, die vorhandenen ans Unternehmen zu binden.
Richtig, auch wenn darin nicht meine Hauptaufgabe liegt, muss und werde ich diesen Aspekt unbedingt mitberücksichtigen und mit in meine Arbeit einbeziehen, es gibt da viele Schnittstellen.
Worin liegen Ihre Hauptaufgaben?
Qualifizierte Fachkräfte aus dem In- und Ausland zu gewinnen, das Augenmerk liegt in dem Prozess vor allem auf neuen Methoden der Mitarbeitergewinnung, insbesondere der Einbeziehung und Nutzung der sozialen Medien, der verschiedenen Online-Kanäle.
Während man als Arbeitgeber früher unter zahlreichen Bewerbern auswählen konnte, herrscht heute ein sogenannter Arbeitnehmer-Markt, das heißt, es gilt heute umgekehrt, sich um Mitarbeitende aktiv zu bemühen und sich so optimal und attraktiv wie möglich zu präsentieren, damit geeignetes Personal zum Unternehmen findet.
Stimmt, und dabei geht es nicht nur um die ohnehin schon aktiv Suchenden, die ihren Job wechseln möchten, sondern vor allem auch darum, diejenigen anzusprechen, die eigentlich noch gar nicht vorhatten, den Arbeitgeber zu wechseln, sich aber derart vom Auftritt des Unternehmens angesprochen fühlen, dass sie einen Wechsel in Erwägung ziehen und sich bei uns melden.
Wie läuft das denn praktisch ab?
Zunächst gilt es, eine starke Arbeitgeber Marke zu etablieren, das nennt man heutzutage Employer Branding. Wenn wir als kbo-Lech-Mangfall-Kliniken mit möglichst vielen Alleinstellungsmerkmalen punkten können, dann sollten das potentielle Bewerber wissen. Also beispielsweise sind Themen wie Wertschätzung, Teamgeist, soziale Leistungen, flexible Arbeitszeiten und nicht zuletzt der/die Standort/e des neuen Arbeitsplatzes von besonderer Bedeutung.. Hier können wir besonders punkten, denn unsere Kliniken liegen alle in einer extrem schönen Gegend mit ganz hohem Freizeitwert.
Sie bieten ja auch aktive Unterstützung bei der Wohnraumsuche?
Richtig, auch das ist ein ganz wichtiger Punkt. Unsere Geschäftsführerin, Frau Katharina Kopiecny, ist hier sehr rührig und hat an den Standorten unserer Kliniken Lösungen für zumindest zeitlich befristete Wohnungen gefunden. Garantieren können wir hier natürlich nichts, aber es ist ein großer Schritt in die richtige Richtung.
Wie sieht Ihre tägliche Arbeit aus?
Wir arbeiten eng mit Agenturen zusammen, die sich auf das Recruiting via Social Media spezialisiert haben und hier eine hohe Expertise mitbringen. Gemeinsam bauen wir gerade eine E-Recruiting Struktur auf, die wir langfristig etablieren möchten. Als erste Maßnahme gehen wir in Einzelkampagnen, die noch in diesem Monat starten werden, online auf Mitarbeiter-Suche.
Sie beschreiten ganz neue Wege der Mitarbeitergewinnung?
Genau. Zusätzlich stehen wir in engem Austausch und in Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit und der GIZ, der Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit, um auch Personal aus dem Ausland zu gewinnen. Denn in manchen Ländern besteht sogar ein Fachkräfte-Überschuss, beispielsweise in Indonesien, Indien oder Tunesien. Hier gilt es, Sprachbarrieren in Form von Sprachkursen – auch hier werde ich mit im Organisations-Boot sein -zu
reduzieren und die Mitarbeitenden zu integrieren. Denn unser Ziel ist es natürlich, Fachkräfte langfristig zu halten.
Für die gewonnenen Mitarbeitenden steht ein Mentoring Programm zur Verfügung, was muss man sich darunter vorstellen?
Das Programm dient der gegenseitigen Unterstützung, damit sich die Mitarbeitenden untereinander kennenlernen und voneinander profitieren können, im Idealfall vor allem für diejenigen aus demselben Land. Der gegenseitige Austausch, der begleitet wird, soll Erfahrungen für alle nutz- und verwertbar machen, beim Ankommen und sich Wohlfühlen und vor allem auch bei Ämtergängen helfen und unterstützen.
Werden diese Ansätze schon von anderen praktiziert oder sind Sie Vorreiter?
Ja, das alles hat sich bereits in der Praxis bewährt, es ist also nicht alles ganz neu, aber ungewohnt, das in jedem Fall. Nun gilt es, Erfahrungen zu sammeln. Mit der Zeit wird sich herauskristallisieren, welche Wege sinnvoll sind und welche nicht so sehr. Es ist ein lernendes System. Ganz wichtig wird sein, dass wir unsere Versprechen halten können, wir sind ein tollesund zukunftsweisendes Unternehmen, das gilt es, auch den Neuzugängen zu beweisen. In einem schwierigen Umfeld das Beste herauszuholen, das wird die Maxime der nächsten Jahre sein.
Das klingt nach einem aufregenden und spannenden Aufgabenfeld?
Absolut, die ersten Wochen liegen hinter mir und haben viel Spaß gemacht, bei allen Herausforderungen. Mit Menschen aus verschiedenen Kulturen und Berufsgruppen zusammen zu arbeiten und idealerweise für bestehende Mitarbeitende, durch neue qualifizierte Mitarbeitende Entlastung und Unterstützung zu schaffen und gleichzeitig auf diese Weise zur positiven Entwicklung des Unternehmens mit beizutragen, das motiviert in der Tat ungeheuer.
Frau Friedl, wir danken Ihnen für das Gespräch und wünschen Ihnen viel Erfolg in Ihrem neuen Job.

Das Gespräch führte Barbara Falkenberg

Foto: ©kbo-Lech-Mangfall-Klinken gGmbH

Von Barbara Falkenberg 18. August 2022